Warum ist Achtsamkeit gerade jetzt so wichtig?

Wer achtsam ist, spürt seinen Körper, nimmt die eigene Atmung wahr und merkt, wie Gedanken und Gefühle kommen und gehen. Achtsam zu sein bedeutet zudem, alles, was gerade ist (Sinnes- und Körperwahrnehmungen, Gedanken, Gefühle), zunächst unvoreingenommen und freundlich anzunehmen. Selbst bei schwierigen Ereignissen, soweit wie möglich. Dann kann eine Entscheidung getroffen werden, wie wir mit uns selbst, mit diesem Komplex an Ereignissen, am besten umgehen.

Wie ist man achtsam?

Wer achtsam ist, der konzentriert sich nicht auf etwas Bestimmtes, sondern lässt seinem Geist Raum für alles, was es in diesem Moment wahrzunehmen gibt. Wichtig ist dabei etwas, das uns oft sehr schwer fällt: Wahrnehmung ohne Wertung. Das bedeutet, die Dinge nicht in den Kontext von früheren Erfahrungen (oder Vorurteilen) setzen, nicht zu analysieren und nicht negativ oder positiv einzuordnen. Was man achtsam wahrnimmt, darf zuerst einfach nur da sein. Alle Dinge werden, wie von einem Kind, mit Neugier und Interesse betrachtet.

Wann auch immer Gefühle wie Angst, Nervosität und Unsicherheit aufkommen, können wir anhalten und nachforschen. Achtsamkeit bedeutet also nicht, alles zu akzeptieren, sondern aktiv und angemessen auf Situationen reagieren zu können. Das Wichtigste dabei ist, sich selbst zu unterbrechen – auf die eigene „Pause-Taste“ zu drücken, innezuhalten und sich selbst zu spüren. Damit fällt es einem leichter, festzustellen, was jetzt in dieser Situation Freude machen kann, welche Bedürfnisse gerade da sind und wie sie unter diesen Umständen erfüllt werden können. Achtsamkeit bedeutet zugleich auch Rücksichtnahme: Auf die Coronakrise übertragen bedeutet das, z.B. Abstand zu anderen zu halten, etwa im Supermarkt.

Warum ist Achtsamkeit so bedeutsam?

Achtsamkeit bewirkt nachweislich sehr viel Positives in unserer Psyche und auch in unserem Körper. Nicht umsonst ist Achtsamkeit Bestandteil vieler Meditationstechniken, der buddhistischen Lehre und wird auch im psychotherapeutischen Zusammenhang eingesetzt. Menschen, die Achtsamkeit praktizieren, berichten oft von mehr innerer Ruhe, Gleichmut und Freude. Auch Studien zeigten: Unser Gehirn verändert sich messbar, während wir meditieren oder achtsam sind. Achtsamkeit kann nachweislich die Lebensqualität erhöhen, Stress abbauen, Migräne lindern und uns zufriedener machen. Ein Grund mehr, vor allem in der jetzigen Zeit Achtsamkeitsübungen bewusst in den Alltag zu integrieren.

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