Einen Schlaganfall zu erleiden bedeutet, von einer Sekunde auf die andere die Kontrolle über den eigenen Körper zu verlieren. Einen Pullover anziehen oder einen Witz erzählen ist auf einmal nicht selbstverständlich und muss womöglich neu erlernt werden.
In Österreich ist der Schlaganfall nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs die dritthäufigste Todesursache und die Hauptursache für bleibende Behinderungen. Über 20.000 Patienten pro Jahr sind in Österreich davon betroffen, das bedeutet über 50 Schlaganfälle täglich.

Was genau ist ein Schlaganfall?

Bei einem Schlaganfall kommt es durch Verstopfung oder das Platzen einer Gehirnarterie ganz plötzlich („schlagartig“) zu einer Durchblutungsstörung des Gehirns. Dadurch erhalten die Nervenzellen im Gehirn zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe. Schließlich sterben sie ab.
Beim Schlaganfall zählt jede Sekunde. Wird ein akuter Schlaganfall rechtzeitig erkannt und der Patient zügig behandelt, hat das positive Auswirkungen auf Genesung und Langzeitfolgen. Im Fall einer raschen medizinischen Behandlung ist bei etwa 30 Prozent der Betroffenen eine vollständige Genesung möglich. Die Sterblichkeitsrate nach Schlaganfall ist in den letzten 30 Jahren deutlich gesunken – um sensationelle 55 Prozent.

Wer ist gefährdet?

Die wichtigsten Risikofaktoren für einen Schlaganfall sind: Erhöhter Blutdruck, Diabetes, hohe Cholesterinwerte, Rauchen, Bewegungsmangel und Vorhofflimmern. Die meisten dieser Faktoren lassen sich durch gesunden Lebensstil und regelmäßige medizinische Kontrollen beeinflussen. Anzeichen und Symptome sollten unbedingt ernst genommen werden! Lieber früher als zu spät zum Arzt!