Ein Herzinfarkt ist ein gefährlicher Notfall: die Blutversorgung des Herzens wird durch einen Verschluss in den Herzkranzgefäßen plötzlich unterbrochen. Die Herzmuskelzellen werden nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und sterben ab. Jetzt heißt es: sofort handeln! Rettung rufen und falls vorhanden, einen Defibrillator einsetzen. Je früher die Behandlung beginnt, desto höher sind die Überlebenschancen.

Symptome ernst nehmen!

Anhaltende, starke Brustschmerzen, sowie Engegefühl im Brustkorb, Atemnot und Angst können Anzeichen für einen Herzinfarkt sein. Bei Frauen können zusätzlich Symptome wie Übelkeit und Bauchschmerzen auftreten. In dieser Situation ist schnelles Handeln angezeigt, denn je länger die Mangeldurchblutung andauert, umso mehr Herzmuskelgewebe geht verloren, und zwar für immer. Wird das verschlossene Herzkranzgefäß innerhalb von zwei Stunden nach einem Infarkt wieder geöffnet, bestehen gute Chancen, die Folgen des Infarkts gering zu halten.

Herzinfarkt lässt sich vermeiden

Der Herzinfarkt gehört zu den häufigsten Notfällen im Erwachsenenalter. In Österreich erleiden pro Jahr zirka 34.000* Menschen einen Herzinfarkt, ungefähr jeder dritte Fall verläuft tödlich.
In nur 10 Prozent der Fälle wird ein Herzinfarkt durch nicht beeinflussbare Faktoren, wie familiäre Vorbelastung, Alter oder Geschlecht verursacht. Faktoren, wie Rauchen, erhöhter Blutdruck, erhöhte Cholesterinwerte, Übergewicht, Bewegungsmangel, Stress und Diabetes sind zu 90(!) Prozent für das Auftreten eines Herzinfarkts verantwortlich. Dieses Risiko ist vermeidbar und lässt sich durch einen gesunden Lebensstil und regelmäßige medizinische Kontrollen drastisch senken.

*Quelle: Statistik Austria