Darmkrebsvorsorge (Koloskopie)

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Pro Jahr werden in Österreich etwa 5.000 neue Fälle von Darmkrebs diagnostiziert, jeder zweite Erkrankte stirbt an dieser Krankheit.

Dickdarmkrebs unterscheidet sich in einem wesentlichen Punkt von anderen Krebsarten: In 90% aller Fälle bestehen über viele Jahre hinweg Polypen, die keine Beschwerden machen und zunächst auch gutartig sind, sich aber im Laufe der Jahre zu Karzinomen entwickeln können.

Grundsätzlich wird ab dem 45 Lebensjahr - oder auf dezidierte Empfehlung Ihres Arztes auch schon früher (belastete Familienanamnese) - eine Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchung (Dickdarm) empfohlen. Als Gold-Standard gilt heute dafür die konventionelle Endoskopie (klassische Darmspiegelung). Wenn klare medizinische oder individuelle Faktoren gegen die konventionelle Endoskopie sprechen, kann alternativ eine virtuelle Darmspiegelung mittels CT-Scan durchgeführt werden.

Als Vorbereitung zur Koloskopie wird der Darm durch einen Abführtag gereinigt. Bei der endoskopischen Koloskopie wird der Patient während der Untersuchung meist unter Narkose gestellt und ein 1,5-Meter langes Endoskop (mit eingebauter Kamera) wird eingeführt. Bei der virtuellen Koloskopie kommt man zwar ohne Narkose und Endoskope aus, allerdings können mögliche Polypen nicht in der gleichen Sitzung entfernt werden. Zusätzlich kommt es durch die CT Untersuchung zur Strahlenbelastung.